Ausbau Erneuerbarer Energien

Entwicklung der Erneuerbaren Energien in Deutschland und in Hessen

Als Folge der politischen Vorgaben zum Ausbau der Erneuerbaren Energien hat die Nutzung dieser Energieformen in den letzten Jahren stetig zugenommen. Ein wesentlicher Anteil dieser Entwicklung ist dem deutsche Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Kurztitel: Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) zuzuschreiben. Das EEG legte erstmals die systematische Förderung der Erneuerbaren Energien im Stromsektor fest, indem es eine Abnahmepflicht und eine Vergütungsgarantie für regenerativ erzeugten Strom garantierte. Das EEG wurde zum 1. August 2004, zum 1. Januar 2009, zum 1. April 2012 und zum 1. August 2014 zwischenzeitlich mehrfach novelliert.

Die Wirkungen des EEG und seiner Novellierungen auf die Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien in Deutschland sind im EEG-Erfahrungsbericht 2011 des BMU dargestellt.

Das EEG hat in den Anfangsjahren zunächst die Windkraft an Land und die Stromerzeugung aus Biomasse vorangebracht. In den letzten Jahren dagegen wies die Photovoltaik die größten Zuwachsraten auf. Stromerzeugung durch Windkraft auf See und Geothermie blieben bisher hinter den Erwartungen zurück.

Seit 1990 hat sich der Anteil der Erneuerbaren Energien in der Bundesrepublik Deutschland am Endenergieverbrauch von seinerzeit 1,9 % bis heute deutlich erhöht. In 2010 steuerten die Erneuerbaren Energien zum Endenergieverbrauch in Deutschland einen Anteil von 10,3 % bei, in 2013 waren es 12,3 %.

Dabei liefern die Erneuerbaren Energien deutlich unterschiedliche Beiträge zu den von uns genutzten Energieformen Strom, Wärme und Kraftstoffe.

Erneuerbare Energien konnten im Endenergieverbrauch 2013 rd. 25,4 % des Strombedarfs, aber nur 9,9 % des Wärmebedarfs und nur 5,5 % des Kraftstoffbedarfs decken.

Für Hessen liegen für das Jahr 2013 bisher nur die Daten zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien vor.

In 2013 wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes 4.821 GWh Strom durch Erneuerbare Energien erzeugt. Von 2001 bis 2013 ist die gesamte Erzeugung aus erneuerbaren Energien damit auf mehr als das Vierfache gestiegen (+ 338 %). Den größten Beitrag lieferte die Photovoltaik mit 1.394 GWh, gefolgt von der Windenergie mit 1.226 GWh und der Biomasse einschließlich des biogenen Anteils des Abfalls mit 1.021 GWh.